Auch im neuen Jahr hat sich die Talfahrt der Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse fortgesetzt. Der Lebensmittelpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist im Januar zum fünften Mal gesunken, angetrieben durch niedrigere Preise für Milchprodukte, Fleisch und Zucker. Das konnte durch Anstiege bei Getreide und Pflanzenöl nicht ausgeglichen werden.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) meldet einen Gesamtpreisindex von 123,9 Punkten. Im Vergleich zu Dezember 2025 war das ein Rückgang um 0,4%; der Wert des Vorjahresmonats wurde um 0,6% unterschritten. Seinen Höchststand hatte der Index im März 2022 mit 159,7 Punkten markiert; davon ist der Januarwert 2026 allerdings 22,4% entfernt.
Zum siebten Mal in Folge ist mittlerweile der Milchpreisindex gesunken. Im Januar rutschte er gegenüber dem Vormonat nochmals um 5% ab. Seit Juni 2025 hat der Milchpreisindex bereits 21,6% verloren. Auslöser für den jüngsten Rückgang waren weltweit niedrigere Preise für Käse und Butter. Reichlich Vorräte in Europa und den USA übten Druck auf die Kurse aus, was die festeren Preise in Neuseeland nicht kompensieren konnten. Im Gegensatz dazu stabilisierten sich die Weltmarktpreise für Milchpulver.
Beim Fleischpreis gab es nur ein leichtes Minus von 0,3%. Der Wert von Januar 2025 wurde aber um 6,1% übertroffen. Ausschlaggebend dafür waren niedrigere Schweinefleischpreise, vor allem in der EU. Dort wirkten sich die gedämpfte internationale Nachfrage und reichlich Vorräte aus, außerdem der Abbau von Rückständen im Zusammenhang mit vorübergehenden Schlachthofschließungen während der Feiertage zum Jahresende. Die Preise für Rinder- und Schaffleisch blieben weitgehend stabil, wohingegen Geflügelfleisch teurer wurde.
Um 1% ging es mit dem Zuckerpreisindex nach unten. Innerhalb der vergangen zwölf Monate hat dieser Index insgesamt 19,3% verloren. Angetrieben wurde der Abwärtsdruck auf die Weltmarktzuckerpreise laut FAO durch eine steigende globale Zuckerversorgung in der laufenden Saison, gestützt durch eine deutliche Produktionserholung in Indien und günstige Aussichten in Thailand. Auch in Brasilien gibt es für die Saison 2025/26 insgesamt positive Produktionsaussichten.
Weizenpreise weitgehend stabil
Ganz leicht nach oben bewegte sich der Getreidepreisindex, und zwar um 0,2%. Er lag aber um 4,1% unter dem Stand des Vorjahresmonats. Nach FAO-Angaben waren die Weltweizenpreise im Januar weitgehend stabil und sanken im Vergleich zu Dezember 2025 nur um 0,4%. Insgesamt war die globale Versorgungssituation komfortabel. Die Erwartungen an gute Ernten in Argentinien und Australien sowie hohe weltweite Bestände übten weiterhin den Preisdruck aus
Etwas stärker als bei Getreide war der Preisanstieg im Januar beim Pflanzenöl. Der Preisindex legte im Vergleich zu Dezember 2025 um 2,1% zu und bewegte sich um 10,2% über dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend dafür waren höhere Weltmarktpreise für Palm-, Soja- und Sonnenblumenöl; beim Rapsöl ging der Preis hingegen nach unten. Das ist auf die reichliche Verfügbarkeit in der EU nach größerem Importlieferungen zurückzuführen. AgE






