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Sperrzone II wird ausgeweitet

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Nach dem jüngsten Fund eines ASP-positiven Frischlings in der Nähe von Bad Berleburg erweitert Nordrhein-Westfalen die Sperrzone II unter anderem Richtung Hessen. Zur konkreten Grenzziehung laufen noch die Abstimmungen. Klar ist aber, dass auch Hessen zumindest von der Ausweitung der Sperrzone I betroffen sein wird, die aus der Erweiterung der Sperrzone II folgt.

Nordrhein-Westfalen muss seine Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Sauerland weiter ausbauen. Wie das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf am Donnerstag (12.2.) mitteilte, wird die Sperrzone II nach dem jüngsten Fund eines ASP-positiven Frischlings in der Nähe von Bad Berleburg erweitert. Zudem sollen im Kreis Siegen-Wittgenstein bereits vorhandene Zäune in Richtung der Landesgrenze nach Hessen sowie zum Hochsauerlandkreis ausgebaut und neue Schutzzäune errichtet werden.
Konkretere Angaben zur künftigen Sperrzone II konnte das Ministerium auf Anfrage noch nicht machen. Zur Grenzziehung laufe derzeit noch die Abstimmung, unter anderem mit den Kollegen im angrenzenden Hessen, teilte das Ressort gegenüber AGRA Europe mit. Damit bleibt derzeit auch noch unklar, ob durch die Erweiterung weitere landwirtschaftliche Schweinehaltungsbetriebe in die Sperrzone II fallen.
Laut dem hessischen Landwirtschaftsministerium ist außerdem offen, ob auch Teile Hessens künftig zur Sperrzone II gehören werden. Von der Ausweitung der Sperrzone I, die aus der Erweiterung der Sperrzone II folge, sei Hessen aber sicher betroffen. Einbezogen würden Teile des Landkreises Waldeck-Frankenberg, möglicherweise auch des Landkreises Marburg-Biedenkopf.
Die ASP war vor rund acht Monaten erstmals im Sauerland nachgewiesen worden, und zwar in der Nähe von Kirchhundem im Kreis Olpe. Seither wurden rund 330 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein positiv auf das Virus getestet. Der Hausschweinebestand ist bislang nicht betroffen.
Zum Instrumentenkasten der Seuchenbekämpfung gehört neben der Zonierung und dem Zaunbau auch die Schwarzwildjagd. Um diese zu intensivieren, hatte das Landwirtschaftsministerium kürzlich mehr Anreize geschaffen. Es beteiligt sich jetzt an Programmen der Kommunen, bei denen Jägern Pauschalbeträge pro Wildschwein gezahlt werden, die im Kerngebiet oder in der Sperrzone II erlegt wurden. "Wir brauchen mehr Einsätze der Jagdausübungsberechtigten in der Region, um die Tierseuche zu bekämpfen", erklärter Agrarministerin Silke Gorißen. AgE

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