Spanien wird im jetzt laufenden Wirtschaftsjahr voraussichtlich fast ein Siebtel weniger Getreide importieren als 2024/25. Das hat das Landwirtschaftsministerium in Madrid jetzt in einer ersten Prognose für 2025/26 mitgeteilt. Demnach wird die Importmenge von zuvor 17,0 Mio. Tonnen auf rund 14,4 Mio. Tonnen sinken. Hintergrund ist nach den Ressortangaben der Anstieg der eigenen Getreideproduktion. Demnach stehen aufgrund von Flächenausweitungen und einer Steigerung der durchschnittlichen Hektarerträge gut 24,1 Mio. Tonnen aus der jüngsten Ernte zur Vermarktung im Wirtschaftsjahr 2025/26 zur Verfügung, ungefähr ein Fünftel mehr als 2024/25. Zusammen mit einem Lagerbestand von etwas mehr als 3,0 Mio. Tonnen zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2025/26 und dem Import ergäbe sich laut den Berechnungen des Ressorts eine verfügbare Menge von etwa 41,6 Mio. Tonnen im laufenden Jahr; das wären 4,3% mehr als 2024/25. Am deutlichsten fällt die prognostizierte Verringerung der Einfuhren bei der Gerste aus. Deren Importmenge wird dem Ministerium zufolge 2025/26 gegenüber dem Vorjahr um 67,3% auf 350.000 Tonnen zurückgehen. Beim Weizen rechnet das Ressort mit einer Minderung um 16,1% auf 5,0 Mio. Tonnen, beim Mais mit einer Verringerung um ein Zehntel auf 8,1 Mio. Tonnen. Den heimischen Getreideverbrauch schätzt das Ministerium für 2025/26 auf insgesamt 36,7 Mio. Tonnen und damit 2,6% höher als im Vorjahr. Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie ein erwarteter Anstieg der Nutzung von Futtergetreide, und zwar um 2,5% auf 26,7 Mio. Tonnen. Beim Export prognostiziert das Ministerium einen Rückgang um 12,5% auf 907.000 Tonnen, sodass Ende 2025/26 in Spanien rein rechnerisch noch fast 4,0 Mio. Tonnen Getreide in den Lagern liegen müssten. AgE






