Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse kennen aktuell nur einen Weg - und zwar nach oben. Schon den dritten Monat in Folge ist der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) berechnete Preisindex gestiegen. Wie die Fachleute in Rom am Freitag (8.5.) mitteilten, kletterte dieser im vergangenen Monat auf 130,7 Punkte und lag damit 1,6% über dem Märzniveau sowie 2,0% höher als im April 2025. Pflanzenölpreise treiben Gesamtindex Hauptgrund dieser Entwicklung sind der FAO zufolge die hohen Preise für Palm-, Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöle, die im Sog der Rohölpreise nach oben gingen. Das verursachte beim Pflanzenölpreisindex ein Plus von 5,9% verglichen mit dem Vormonat und markierte gleichzeitig den höchsten Stand seit Juli 2022. "Das teure Rohöl erhöht die Nachfrage nach Biokraftstoffen und setzt die Pflanzenölmärkte zusätzlich unter Druck", erläuterte FAO-Chefökonom Máximo Torero anlässlich der monatlichen Aktualisierung der Indizes. Nur Milch und Zucker im Rückwärtsgang Einzig die Subindizes für Milch und Zucker sanken im Vergleich zum März, während auch die Fleischnotierungen im April ein neues Allzeithoch markierten. Der FAO-Fleischpreisindex stieg gegenüber dem Vormonat um 1,2% sowie 6,4% gegenüber April 2025. Der Getreidepreis erhöhte sich indes nur moderat um 0,8% im Vormonatsvergleich. Die Experten in Rom führen die Seitwärtsbewegung des Index auf die einerseits weltweit noch gut gefüllten Getreidesilos zurück, während gleichzeitig die Sorge vor Dürre in Teilen der USA und in Australien wächst. "Rom-Koalition" setzt sich für freien Zugang zu Düngemitteln ein Die Düngemittelversorgung bereitet nicht nur der FAO Sorgen. Angesichts der immer noch gesperrten Straße von Hormus hat sich nämlich jetzt eine "Rom-Koalition" aus Mittelmeeranrainern gegründet, die sich vor dem Hintergrund der dadurch gestörten Märkte für den Zugang zu Düngemitteln und die Ernährungssicherheit starkmacht. Den Rahmen für die Gründung bot ein Gipfeltreffen der EU-Südstaaten - der auch als "EuroMed 9" bekannten Gruppe von Mittelmeeranrainerstaaten. Die Initiative wurde unter der Leitung des derzeit amtierenden Landes Kroatien sowie des Gastgebers Italien ins Leben gerufen. Laut Angaben des italienischen Außenministeriums ist sie als Plattform für Dialog und Zusammenarbeit der am stärksten von den Marktstörungen betroffenen Länder konzipiert. FAO-Generaldirektor Qu Dongyu warnte anlässlich der Gründung vor einer Düngemittelknappheit, die er bei anhaltender Seeblockade der Iraner ab der Jahresmitte erwartet. Mit Verweis auf die damit verbundenen Auswirkungen auf die nächsten Ernten und die Lebensmittelversorgung forderte er erneut koordinierte Maßnahmen, um den gestörten Warenverkehr zu normalisieren. An dem Treffen hatten Vertreter von rund 40 Ländern und internationalen Organisationen teilgenommen. AgE






