Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben zuletzt einheitlich nachgegeben. In der Woche zum 5. April erzielten Jungbullen der Handelsklasse R3 nach Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 713,93 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) und damit 1,8% weniger als in der Woche zuvor. Die Absenkung des Durchschnittspreises für Jungbullen wurde durch einen ungewöhnlich starken Einbruch der Notierung in der Slowakei verstärkt. Von den großen Erzeugerländern meldete Spanien den mit 4,7% größten Preisabschlag, gefolgt von Österreich mit 3,3% und Deutschland mit 2,0%. In Irland kam es zu einer Verbilligung um 1,2%, in Frankreich um 0,7%. Derweil legten die Notierungen in Italien und Polen um jeweils 0,4% zu. Die Niederlande verzeichnete mit einem Plus von 2,7% den EU-weit stärksten Anstieg. Für Kühe der Handelsklasse O3 wurden der Kommission zufolge durchschnittlich 614,81 Euro/100 kg SG gezahlt, 0,7% weniger als zuvor. Unerwartet große Preisänderungen gab es in Estland und Slowenien, und zwar einmal nach oben und einmal nach unten. In Österreich bewegte sich die Notierung um 2,4% abwärts, in den Niederlanden um 1,9%, in Spanien um 1,7% und in Deutschland um 1,6%. In Belgien hinkt der Preis aktuell dem Vorwochenniveau um 1,0% hinterher, in Dänemark um 0,9%. Größere Preissteigerungen übermittelten neben Estland nur Bulgarien, Ungarn und Lettland, und zwar von 4,1 bis 7,4%. Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 erlösten laut Kommission durchschnittlich 724,55 Euro/100 kg SG; das waren 0,8% weniger. Die Niederlande meldete einen ungewöhnlich starken Preisanstieg von 36,4%, der in der kommenden Woche eventuell korrigiert werden dürfte. In Litauen, Ungarn und Rumänien festigten sich die Notierungen jeweils um bis zu 6,3%. Derweil mussten die Rinderhalter in Tschechien den mit 5,6% größten Preisabschlag verkraften. In Österreich rutschte die Notierung um 3,7% nach unten, in Deutschland um 1,8% sowie in Spanien um 0,9%. In Irland und Dänemark gab es jeweils 0,7% weniger für R3-Färsen. In Frankreich, Italien und Belgien wurde sie jeweils 0,3% günstiger verkauft. AgE






