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Notierungen treten auf der Stelle

|   markttipps

Die Butter- und Käsenotierungen an der Börse Kempten zeigten sich in der zweiten Juniwoche stabil. Die Nachfrage nach Päckchenbutter war gut, bei Blockbutter eher zurückhaltend. Auch die Käsepreise verharrten auf einem konstanten Niveau. Lediglich bei Milchpulver kam es zu Preisrückgängen. Die Milchanlieferungen in Deutschland könnten Mitte Mai ihren saisonalen Höhepunkt erreicht haben. Der Kieler Rohstoffwert sank im Mai leicht, liegt aber fast 7 Cent/kg über seinem Dezember-Tief.

Eine Blaupause der Vorwoche waren am Mittwoch (10.6.) die Notierungen an der Börse in Kempten. Blockbutter ging für 3,95 bis 4,15 Euro/kg in den Handel, wobei sich die Käufer abwartend verhielten. Bei Päckchenbutter zeigte sich eine gute Nachfrage, die Notierung wurde auf 3,85 bis 4,45 Euro/kg belassen. Das Preisniveau für abgepackte Ware wird bereits seit Anfang Mai 2026 gehalten. Bei Käse blieb in Kempten ebenfalls alles beim Alten. Die Notierung für Emmentaler und Viereckhartkäse stand nunmehr die fünfte Woche bei 4,90 bis 6,40 Euro/kg. Allgäuer Emmentaler wurde in einem Preisband von 7,50 bis 8,35 Euro/kg gehandelt, was dem Stand von Ende April entsprach. In Hannover hält Gouda und Edamer als Blockware bereits seit neun Wochen das Niveau von 3,45 bis 3,65 Euro/kg. Brotware kostete erneut 3,60 bis 3,80 Euro/kg. Einzig bei Magermilchpulver für den deutschen Großhandel war etwas Bewegung zu verzeichnen. Ware in Futtermittelqualität verbilligte sich um 6 Cent und wurde für 2,36 bis 2,41 Euro/kg gehandelt. Bei Ware in Lebensmittelqualität wurde der untere Wert um 10 Cent gekürzt, der obere um 8 Cent. Damit ergab sich ein Preiskorridor von 2,68 bis 2,93 Euro/kg. Für Vollmilchpulver war ebenfalls weniger zu zahlen, nämlich 3,10 bis 3,25 Euro/kg. Hier gab der niedrigere Wert um 15 Cent nach, der höhere um 10 Cent. Saisonales Hoch überschritten? Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) geht unterdessen davon aus, dass die Milchanlieferungen in Deutschland Mitte Mai das saisonale Hoch erreicht haben. Zu Beginn der zweiten Monatshälfte sei die angediente Milchmenge im Vorwochenvergleich um 0,6% zurückgegangen. Im weiteren Verlauf Richtung Monatsende habe der saisonale Rückgang aber bereits stagniert, die Vorjahreslinie sei um 5,7% übertroffen worden. Das kumulierte Milchaufkommen der ersten fünf Monaten lag laut VMB etwa 6% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In Nordrhein-Westfalen waren die Milchanlieferungen in der ersten Juniwoche allerdings noch fast 1% größer als in der Vorwoche. Der Vorsprung zur Vorjahreswoche war weiterhin beträchtlich, er lag bei 16,6%. Die kumulierte Menge dieses Jahres übertraf den Vorjahreswert um 10,3%. Der Kieler Rohstoffwert (KRW), der vom Institut für Ernährungswirtschaft (ife) der Uni Kiel monatlich aus den Notierungswerten für Butter und Magermilchpulver an der Börse Kempten berechnet wird, gab nach drei Monaten mit Zuwächsen im Mai erstmals wieder leicht nach. Ermittelt wurde ein Wert von 37,5 Cent je Kilogramm Milch, im Vergleich zum Vormonat ist das ein Minus von 0,5 Cent oder 1,3%. Gegenüber Mai 2025 ist der Wert um 11,5 Cent gefallen. Allerdings konnte er sich seit seinem Tief im Dezember wieder um 6,7 Cent erholen. AgE

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