Keine Veränderungen hat es am Mittwoch (25.3.) bei den Notierungen an der Börse in Kempten gegeben. Nachdem Päckchenbutter in der Vorwoche teurer gehandelt wurde, blieb es beim Preisband von 4,20 bis 4,85 Euro/kg. Berichtet wurde von einer guten Nachfrage. Blockbutter, die sich zuletzt verbilligt hatte, ging für 4,30 bis 4,75 Euro/kg in den Markt. Hier zeigten sich die Käufer abwartend. Auch bei den Käsenotierungen gab es in Kempten keine Bewegung. Die Notierung für Emmentaler und Viereckhartkäse stand wiederum bei 4,90 bis 6,50 Euro/kg. Allgäuer Emmentaler wurde erneut nicht notiert. In Hannover legten die Käsenotierungen hingegen zu. Für Gouda und Edamer als Blockware mussten 3,25 bis 3,45 Euro/kg angelegt werden; das waren am oberen und unteren Ende jeweils 5 Cent mehr. In der gleichen Größenordnung verteuerte sich Brotware; die Spanne reichte von 3,40 bis 3,65 Euro/kg. Weiter nach oben ging es auch mit den Pulvernotierungen. Magermilchpulver in Futtermittelqualität wurde um 10 Cent nach oben gesetzt; damit ergab sich ein Preiskorridor von 2,60 bis 2,65 Euro/kg. Ware in Lebensmittelqualität wurde von der Notierungskommission beim unteren Wert um 7 Cent heraufgesetzt; der obere Wert stieg um 13 Cent. Das Preisband reichte damit von 2,72 bis 2,90 Euro/kg. Auch Vollmilchpulver verteuerte sich, und zwar von 3,37 bis 3,50 auf 3,41 bis 3,52 Euro/kg.
Anlieferungen weiter gestiegen Laut dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) legten die Milchanlieferungen in Deutschland Mitte März auf dem ohnehin erhöhten Niveau nochmals zu. Der Vorsprung gegenüber der Vorjahresmenge sei auf über 7% angestiegen. Das merklich höhere Rohstoffaufkommen habe die Logistik in der Erfassung zu extremen Herausforderungen gezwungen, und in der Verarbeitung seien die Kapazitäten an die Auslastungsgrenze gekommen. In Nordrhein-Westfalen lag die Anlieferungsmenge in der Woche vom 16. bis 22. März um 10% über der Vorjahreslinie.
Mehr Milch, weniger Geld Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mitteilte, erhielten Deutschlands Milchbauern 2025 für konventionell erzeugte Milch im Durchschnitt 52,24 Cent/kg; gegenüber dem Vorjahresniveau war das ein Plus von mehr als 4 Cent/kg beziehungsweise 8,5%. Während der ersten Jahreshälfte 2025 wurden laut BLE unter anderem als Folge der Blauzungenkrankheit im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt 2,2% weniger Milch angeliefert. Im Zeitraum August bis Dezember hat die Rohmilchanlieferung den Vergleichswert dann aber um 5,8% übertroffen. Als Gründe für die Zunahme der angelieferten Milchmenge im zweiten Halbjahr nennt die Bundesanstalt außergewöhnlich gute Grundfutterqualitäten, eine leicht gestiegene Anzahl der Milchkühe und die durch die Blauzungenkrankheit bedingten späteren Kalbungen. Auch der hohe Milcherzeugerpreis habe eine Rolle gespielt. Diese Konstellation habe ab September zu einem Überangebot an konventioneller Milch geführt, wodurch die Milcherzeugerpreise bis Dezember um rund 10 Cent/kg gesunken seien. Für Biomilch gab es 2025 der BLE zufolge im Vergleich zur konventionellen Milch im Jahresdurchschnitt rund 26% mehr Geld, nämlich 65,94 Cent/kg; gegenüber 2024 war das ein Zuwachs von rund 8 Cent/kg oder 13,6%. Anders als im konventionellen Bereich hielten sich die Erzeugerpreise für Biomilch in der Periode Zeitraum September bis Dezember 2025 trotz ebenfalls höherer Anlieferungsmengen auf nahezu gleichbleibendem Niveau. Dies begründet die BLE unter anderem mit einer stabilen Absatzlage für Biomilch. AgE






