Russland sieht erhebliches Potenzial für Agrarausfuhren nach China, auch bei Fertigwaren. Für eine Erweiterung des Handels müssten die Exporteure allerdings größere Anstrengungen an den Tag legen, betonte der Leiter des dem Moskauer Landwirtschaftsministerium angegliederten Bundeszentrums Agroexport, Ilya Ilyushin, bei einem B2B-Treffen zwischen russischen Unternehmen und Vertretern der chinesischen Online-Plattform JD Global. Ilyushin hob hervor, dass viele russische Exportunternehmen bereits auf chinesischen Online-Plattformen vertreten seien, für eine erfolgreiche Vermarktung sei das unerlässlich. Der russische Landwirtschaftsattache in China, Dmitry Klishin, hob nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax hervor, dass bereits ein erheblicher Anteil der chinesischen Internetnutzer Lebensmittel über Online-Marktplätze kaufe. Deshalb sei die Präsenz russischer Produkte auf chinesischen Online-Plattformen nicht nur eine Möglichkeit, das Handelsvolumen zu steigern, sondern der Schlüssel, um die Bekanntheit russischer Marken bei den chinesischen Verbrauchern zu steigern. Laut der JD Global-Managerin Sally Wang bietet der 2014 gegründete Cross Border Channel einen einfacheren und effizienteren Zugang zum chinesischen Markt. Für den Verkauf von Lebensmitteln reiche ein Nachweis der Geschäftsregistrierung bei der nationalen Zollverwaltung. Für manche Lebensmittel sei selbst dieser nicht erforderlich. 2025 hat Russland landwirtschaftliche Güter im Wert von rund 7,7 Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) nach China exportiert. In diesem Jahr ist der Handel im sprunghaft gestiegen. Allein im ersten Quartal 2026 überschritten die russischen Lieferungen in die Volksrepublik die Marke von 3 Mrd. Dollar (2,6 Mrd. Euro) und lagen damit deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. AgE






