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Landwirte in den Startlöchern

|   markttipps

Deutschlands Spargelanbauer werden voraussichtlich Anfang April mit der Haupternte loslegen. Angesichts günstiger Witterungsverhältnisse sind die Aussichten gut. Allerdings ist der Anbau des Edelgemüses in Deutschland seit Jahren rückläufig. 2025 wurden 8,5 % weniger geerntet als 2015, und die Anbaufläche wurde im gleichen Zeitraum um 12,5% verkleinert. Im vergangenen Jahr hat Deutschland 24.500 Tonnen Spargel importiert, vor allem aus Spanien, Mexiko und Griechenland.

Deutschlands Spargelanbauer stehen in den Startlöchern. Zwar gab es seit Anfang März schon erste Stangen aus dem geschützten beziehungsweise beheizten Anbau zu kaufen, doch nennenswerte Mengen sind erst ab Anfang April zu erwarten. Marktkenner rechnen mit einer guten Spargelernte 2026. Eine längere Kälte- und Frostperiode habe in Kombination mit einer ausreichenden Wasserversorgung größtenteils gute Voraussetzungen für das Wachstum des Edelgemüses geschaffen, heißt es. Ernteprognosen wurden aber noch nicht abgegeben, da der Anbau von Spargel sehr witterungsabhängig ist. Das Spargelaufkommen in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind in den vergangenen zehn Jahren sowohl die Erntemenge und als auch die Anbaufläche stetig kleiner geworden. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 103.900 Tonnen Spargel geerntet und damit 3,9% weniger als 2024; gegenüber 2015 sank das Spargelaufkommen um 8,5%. Ein Grund dafür ist laut Destatis eine Einschränkung der Anbaufläche. Während 2015 deutschlandweit noch auf rund 25.700 Hektar Spargel stand, waren es im vergangenen Jahr nur noch 22.500 Hektar; das ist ein Minus von 12,5%. Den Statistikern zufolge haben sich vor allem kleinere Betriebe aus dem Spargelanbau zurückgezogen. Dadurch ging die Zahl der Betriebe stärker zurück als die Anbaufläche und die Erntemenge, und zwar um 29,3% auf 1.350 im Jahr 2025. Spargel wird nach Destatis-Angaben auch aus dem Ausland eingeführt; im vergangenen Jahr waren es 24.500 Tonnen. Mit einer Menge von 6.600 Tonnen war Spanien der Hauptlieferant. Dahinter folgten Mexiko und Griechenland mit jeweils rund 4.800 Tonnen. Umgekehrt geht deutscher Spargel ebenfalls in den Export. Hier belief sich die Menge 2025 auf 4.500 Tonnen; im Vergleich zu Vorjahr sank die ins Ausland gelieferte Menge um 2,7%. Gegenüber dem Wert des Jahres 2015 ergibt sich allerdings ein Plus von 13,0%. Leichte Produktionssteigerung in Österreich Auch in Österreich dürfte heimischer Spargel bald im Handel erhältlich sein. Bis dahin wird die Nachfrage durch Importe überbrückt. Laut Versorgungsbilanz der Statistik Austria wurden im Jahr 2025 rund 4.300 Tonnen Spargel nach Österreich eingeführt. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Ungarn mit einem Anteil von 31%, Spanien und Italien mit je 26% und Deutschland mit 7%. Nach Angaben der Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing wurden 2025 in Österreich 2.807 Tonnen Spargel gestochen; im Vergleich zum Vorjahr war das ein Zuwachs von 3%. Im Lebensmitteleinzelhandel zeigte sich jedoch zuletzt eine leicht rückläufige Mengenentwicklung. Während 2024 noch 2.381 Tonnen Spargel verkauft wurden, waren es 2025 mit 2.247 Tonnen rund 5,6% weniger. Allerdings stieg der Umsatz um 1,8% auf knapp 22 Mio. Euro. Höhere Preise und eine etwas spätere Ernte hätten zu einer stärkeren Präsenz importierter Ware im Handel geführt, so die AMA-Marketing. AgE

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