Die durchschnittlichen Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben sich zuletzt wieder uneinheitlich entwickelt. Für Jungbullen und Schlachtkühe wurde in der Woche zum 3. Mai erneut weniger gezahlt, während der Preis für Schlachtfärsen von der Abwärts- in die Aufwärtsbewegung überging. Ausschlaggebend dafür waren allerdings massive Aufschläge in einzelnen Ländern, darunter auch Italien. Aus Polen und den Niederlanden wurden für die aktuelle Berichtswoche keine Schlachtrinderpreise gemeldet. Jungbullen der Handelsklasse R3 kosteten nach Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 689,32 Euro/100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG) und damit 1,2% weniger als in der Vorwoche. Am kräftigsten ließ der Preis in Rumänien nach, und zwar um 6,1%. Von den großen Erzeugerländern verzeichnete Deutschland mit 2,7% den größten Rückgang. In Frankreich ging die Notierung um 2,1% abwärts, in Österreich um 1,8% und in Dänemark um 1,2%. Dagegen gab es in Irland 0,8% mehr für Jungbullen. Das Maximum bei den Preissteigerungen war bereits bei 1,3% erreicht. Darüber freuen konnten sich die Tierhalter sowohl in Italien als auch in Litauen. Der Durchschnittspreis für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 fiel laut der Kommission um 0,6% auf 606,97 Euro/100 kg SG. Den mit 11,7% größten Preisrutsch mussten die Landwirte in der Slowakei verkraften. In Frankreich wurden 1,4% weniger gezahlt, in Spanien und Österreich jeweils 1,2% weniger und in Italien 0,8% weniger. In Deutschland, Irland, Belgien und Dänemark blieben die Notierungen nahezu stehen. Freundlich zeigten sich die Märkte in einigen eher kleinen Erzeugerländern. Mit einem Plus von 8,5% legte die Notierung in Kroatien am stärksten zu. Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 erlösten laut Kommission durchschnittlich 714,41 Euro/100 kg SG; das waren 0,2% mehr als in der Woche davor. Getrieben wurde der Durchschnittspreis von umfangreichen Aufschlägen von 16,9% in Italien, 12,3% in Litauen und 10,2% in Ungarn. In weiteren, vor allem ost- und nordeuropäischen Ländern kam es zu kleineren Anstiegen von bis zu 4,5%. Dagegen wurde der Preis in Dänemark um 1,4% und in Deutschland um 1,3% zurückgenommen. In Belgien sank er um 1,0%, in Österreich um 0,8% und in Frankreich um 0,7%. Am größten fiel das Minus mit 11,5% in Lettland aus. AgE






