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Irankrieg trübt die Aussichten

|   markttipps

Laut dem aktuellen IGC-Bericht wird die weltweite Getreideproduktion in der Saison 2026/27 nach dem historischen Höchststand der vorherigen Saison wieder spürbar schlechter ausfallen. Der Prognose zufolge sollen global 2,42 Mrd. Tonnen Weizen und Grobgetreide geerntet werden, rund 53 Mio. Tonnen weniger als 2025/26. Sorgen bereitet den Londoner Experten vor allem der Krieg im Iran: Durch die Sperrung der Straße von Hormus seien die Düngemittelpreise stark gestiegen, was weitreichende Folgen für Ernteerträge und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte weltweit haben könnte.

Nachdem die Getreideproduktion in der Saison 2025/26 voraussichtlich einen historischen Hochstand von 2,47 Mrd. Tonnen erreichen wird, dürfte die darauffolgende Ernte beeinflusst durch den Irankrieg wieder spürbar schlechter ausfallen. So zeichnet sich für 2026/27 laut dem aktuellen Report des Internationalen Getreiderates (IGC) bereits eine rückläufige Erntemenge ab. Demnach wird die weltweite Produktion von Weizen und Grobgetreiden voraussichtlich um 53 Mio. Tonnen unter dem Rekordwert der Vorsaison liegen und rund 2,42 Milliarden Tonnen erreichen. Trotz einer erwarteten leichten Abschwächung beim Wachstum des Verbrauchs wird die Nachfrage weiter steigen. Prognosen gehen von einem Anstieg um 17 Millionen Tonnen auf insgesamt 2,44 Mrd. Tonnen aus. Laut dem IGC-Bericht sorgten zuletzt die anhaltenden Angriffe der USA und Israel auf den Iran für Besorgnis über mögliche Störungen in den globalen Agrarlieferketten. Besonders im Fokus stehen steigende Düngemittelpreise sowie höhere Energiekosten, was in Kombination die Ernten weltweit schmälern könnte. Irankrieg treibt Düngerpreise Wie die Londoner Experten in ihrem aktuellen Report erläutern, wurden über die Straße von Hormus bis zu deren Sperrung rund 20% des weltweit verschifften Flüssigerdgases transportiert. Demnach ist die Region ein wichtiges Zentrum für die Produktion und den Handel von Düngemitteln. Bis zu 35% der weltweiten Harnstoffexporte und 30% der Ammoniaklieferungen stammten von dort. Infolge der Sperrung der Schiffspassage sowie der Schließung einzelner Produktionsanlagen sei es zu einem deutlichen Anstieg der Düngemittelpreise gekommen. Laut dem IGC dürfte für viele Getreide- und Ölsaatenproduzenten auf der Nordhalbkugel die Versorgung für die anstehende Frühjahrssaison zwar noch gesichert sein. Sollte sich die Krise jedoch weiter verschärfen, könnten insbesondere in anderen Weltregionen die Anbauentscheidungen beeinflusst werden. Vor allem Teile Asiens und Afrikas sind dem Report zufolge stark auf Düngemittellieferungen aus der Golfregion angewiesen. Langfristig, so der IGC, könnte eine anhaltende Störung der Lieferketten dazu führen, dass Landwirte bei höheren N-Preisen ihre Düngestrategie neu ausrichten. Dies hätte potenziell weitreichende Folgen für Ernteerträge und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte weltweit, heißt es in dem Report. AgE

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