Ölsaatenmarkt
Zum Start in die neue Handelswoche konnten die EU-Rapssaatfutures gestützt von den positiven Vorgaben des US-Sojaölmarktes kleinere Notizgewinne verbuchen. Der führende Mai-Kontrakt 2026 beendete die gestrige Euronext-Sitzung mit einem Plus von 1,75 Euro/t bei 490,25 Euro/t. Die nachfolgenden Liefertermine legten zwischen 1,00 und 2,25 Euro/t zu. Die kanadischen Canola-Futures orientierten sich ebenfalls an den festeren US-Sojaölnotierungen und schlossen unterstützt von Short-Eindeckungen der Fonds nochmals leicht freundlicher. Der Frontmonat Mai 2026 notierte zum ICE-Börsenschluss bei 689,00 Can-$/t (+2,30).
Während sich die US-Sojaölnotierungen zum Wochenstart von den Kursverlusten vom vergangenen Freitag wieder erholen konnten, gaben die Sojabohnen- und Sojaschrotkurse angelehnt an die undurchsichtige US-Zollsituation leicht nach. Am Freitag hatte das Zollurteil des US-Supreme Court die Märkte verunsichert. Die US-Händler befürchten das sich China und ggf. auch andere Staaten nunmehr verstärkt mit günstigeren Sojabohnen aus Brasilien und Argentinien beschäftigen werden. Mit kumulierten US-Sojabohnenexporte von 25 Mio.t liegt der Saisonzähler aktuell auf einem Zwölf-Jahres-Tief.
Getreidemarkt
Zum Start in die letzte Februarwoche gaben die Weizenkurse in Paris einen Teil ihrer Vortagsgewinne wieder ab. Der Frontmonat notierte am Tagesende mit 196,00 (-1,00) und der Maikontrakt gab 1,25 auf 197,75 /to nach. Die nachfolgenden Termine verloren bis zu 0,50 /to und die Schlusskurse lagen zwischen 200,75 und 213,00 /to. Bei den Maisnotierungen an der Euronext gab es keine einheitliche Richtung. Während der Märztermin 0,75 auf 191,00 /to nachgab, legte die beiden späteren Termine bis zu 0,50 /to weiter zu. Hier lagen die Schlusskurse bei 192,50 bzw. 196,00 /to.
Die US-Weizenbörsen starteten im roten Bereich und gaben teilweise zweistellig nach. An der CBoT gab der Märztermin 4,00 auf 569,50 US-Cent/bushel nach und die nachfolgenden Termine verbuchten noch etwas höhere Verluste. Die Notierungen in Kansas gaben noch stärker nach und verloren im zweistelligen Bereich. Weiterhin bestimmt das Wetter die Aktivitäten der Marktteilnehmer, denn nach den trockenen und kalten Bedingungen in den letzten Tagen soll es in den nächsten zwei Wochen überdurchschnittlich warm werden. Hinzu sollen einige Niederschläge kommen und dies könnte die Aussichten wieder verbessern. Die Ankündigung vom US-Präsidenten Donald Trump für alle Nationen die Einfuhrzölle auf 15 Prozent festzusetzen, belastete die Börsenkurse zusätzlich. Dies ist zum einen die Höchstgrenze und auch gesetzlich zulässig, ist aber auch gleichzeitig auf die Dauer von 150 Tagen zeitlich eingeschränkt. Aus diesem Grund wurden auch Untersuchungen eingeleitet, damit die Zölle auch noch nach diesen 150 Tagen bestehen bleiben können. Die wöchentlichen Exportinspektionen gerieten in den Hintergrund. Beim US-Weizen wurden in der letzten Woche über 535.000 to verladen und lagen damit oberhalb der Erwartungen. Die gesamten Verladungen summieren sich bislang auf 18,2 Mio. to, ein Plus von 19,4 Prozent zum Vorjahr. Auch beim US-Mais lagen die Inspektionen mit 2,01 Mio. to über den Schätzungen im Vorfeld. Insgesamt wurden damit bisher 37,7 Mio. to an US-Mais verladen, ein Anstieg von 45,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. ZMP






