• RWG Surwold Tag

Getreidemarkt und Ölsaatenmarkt

|   markttipps

An den Agrarmärkten bestimmen derzeit Wetter und Energiepreise das Geschehen: Während verbesserte Ernteaussichten die Getreidekurse belasten, sorgen feste Pflanzenöl- und Rohölmärkte für deutliche Impulse bei Raps und Canola.

Getreidemarkt: Die freundlicheren Wetterbedingungen in den US-Anabaugebieten übten gestern Druck auf die Weizen- und Maisnotierungen aus und sorgten an der CBoT für kleinere Notizabschläge. Die wöchentlichen Exportverladungen lagen laut dem USDA beim Weizen mit 402.346 t im Rahmen der Händlerprognosen. Der kumulierte Saisonzähler zeigte mit 23,9 Mio t Weizen ein Plus von 9 Prozent zum Vorjahreszeitpunkt an. Die Maisverladungen erreichten in der Woche bis zum 28. Mai 2026 gute 1,7 Mio.t und markierten damit ein vier-Wochenhoch. Mit insgesamt 61,9 MIo.t US-Mais liegt der aktuelle Saisonzähler gute 27 Prozent über dem Vergleichswert der Vorsaison. An der Euronext gaben die Weizenkurse angelehnt an die allgemein guten Anbaubedingungen in Europa (der DRV hatte zuletzt eine leicht überdurchschnittliche Getreideernte für Deutschland prognostiziert) nochmals leicht nach. Der September-Future 2026 beendete die gestrige Euronext-Sitzung bei 206,50 Euro/t (-1,00). Ölsaatenmarkt: Zum gestrigen Start in die neue Handelswoche konnten die EU-Rapssaatfutures im Sog der festeren Roh- und Pflanzenölpreise (die US-Sojaölkurse setzen ihre jüngste "Kursrallye" aufgrund der hohen Beimischungsquoten unbeirrt fort) ihre Verluste vom vergangenen Freitag mehr als ausgleichen. Der Frontmonat August 2026 kletterte an der Euronext um 4,25 Euro/t auf 528,50 Euro/t nach oben. Die nachfolgenden Liefertermine verbuchten ähnlich hohe Notizgewinne. In Winnipeg verzeichneten die kanadischen Canola-Futures ihre höchsten Kurszuwächse seit fast zwei Wochen. Der Juli-Future 2026 gewann an der ICE 15,70 Can-Dollar/t und beendete die ICE-Sitzung bei 776,60 Can-Dollar/t. Erneute Konflikte im Nahen Osten stellten die Aussichten auf einen "schnellen" Frieden wieder in Frage und ließen die Rohölmärkte wieder deutlich anziehen. Angelehnt an die verbesserten Wetterbedingungen in den meisten Sojabohnen-Anbaugebieten und den damit einhergehenden guten Ertragsaussichten schlossen die Sojabohnen- und Sojaschrotnotierungen zum CBOT-Wochenstart im Minus. Die Sojaölfutures konnten hingegen erneut von den Rekord-Beimischungsquoten für alternative Kraftstoffe sichtbar profitieren und wurden dabei zusätzlich von den festeren Rohölmärkten gestützt. ZMP

Börsenfenster

Wetter

Logo Acker24
Schriftzug Acker24 Schlagkartei
Slogan Acker24 Schlagkartei