Energiepreise treiben Märkte - geopolitische Spannungen eskalieren erneut Die neue Handelswoche startet unter deutlich verschärften geopolitischen Vorzeichen. Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA sind am Wochenende gescheitert. Gleichzeitig hat die Ankündigung einer möglichen US-Seeblockade der Straße von Hormus die Spannungen weiter erhöht. Die Folge: Die Rohölpreise reagieren deutlich. WTI notiert zum Wochenauftakt bei rund 105 $/bbl, Brent steigt über 102 $/bbl ein Plus von etwa 7 bis 8 %. Parallel dazu gerät der Euro unter Druck und fällt wieder unter die Marke von 1,17 USD. Für die Agrarmärkte bedeutet das ein zunehmend angespanntes Umfeld, in dem Energiepreise und Wechselkursentwicklung wieder stärker in den Fokus rücken. Euronext: Am Freitag belasteten die negativen Vorgaben aus Übersee auch die Getreidebörse in Paris. Beim Weizen verlor der Frontmonat -0,75 auf 194,75 /to und die Termine für die neue Ernte gaben bis zu -1,50 /to nach. Hier lagen die Schlusskurse in einer Bandbreite von 203,25 bis 219,00 /to. Auch bei den Euronext-Maisnotierungen gab es weitere Verluste und die vorderen Termine verloren bis zu -1,00 /to und beendeten die Handelswoche mit 202,75 bzw. 204,25 /to. Die bärische Stimmung setzte sich auch zum Wochenende an den US-Weizenbörsen weiter fort. Zum dritten Mal in Folge gab der Maifuture an der CBoT nach und schloss mit 571,00 US-Cent/bushel (-3,50). Nach dem USDA-Bericht vom Donnerstag rückte der Krieg zwischen den USA und dem Iran wieder in den Fokus der Marktteilnehmer. Sollte der Konflikt weiter anhalten, könnte sich dies auch auf die Ernte 2027 auswirken. Die brasilianischen und auch US-Farmer müssen demnächst über die Aussaat entscheiden, aber die Preise für Düngemittel sind deutlich gestiegen und liegen weit über ihrem historischen Durchschnitt. Hinzu kommen die Aussichten auf weiteren Regen in den US-Weizenanbauregionen. Viele Regionen, die von der Dürre betroffen waren, profitieren davon, jedoch sind in einigen Gebieten die Ertragsaussichten bereits gesunken. Ölsaatenmarkt Die Euronext-Rapsnotierungen konnten zum Wochenende zulegen und der Frontmonat beendete mit 499,75 /to die Handelswoche. Die Futures für die neue Ernte legten bis zu +2,50 /to zu und schlossen zwischen 494,00 und dem Höchstkurs von 497,50 /to, der wiederholt auf dem Novembertermin lag. Die Canola-Futures in Winnipeg schlossen im roten Bereich und der Frontmonat notierte am Tagesende mit 704,20 Can-$/t (-4,50). Die negativen Vorgaben vom US-Sojaöl und chartbasierte Verkäufe belasteten die Notierungen. US-Sojakomplex: Die Notierungen bei den US-Sojabohnen und auch beim US-Sojaschrot konnten am Freitag zum dritten Mal zulegen. In Chicago legte der Mai bei den Bohnen und auch beim Schrot jeweils zweistellig zu. Unterstützt wurden die Notierungen durch Positionierungen zum Wochenende und guten Daten zur Verarbeitung und auch Exportverkäufen. Dennoch bleiben die Händler aufgrund der Unsicherheiten im Nahen Osten mit ihren Aktivitäten vorsichtig. Die Sojaölfutures gaben zum Wochenende nach. ZMP






