Getreidemarkt-Weizenbörsen starten schwächer in den März
Zum Start in den März gaben die Weizennotierungen in Paris einen Teil ihrer Vortagsgewinne wieder ab und folgten damit den negativen Vorgaben aus Übersee. Am stärksten verlor der Frontmonat mit 2,00 /to und einem Schlusskurs von 195,50 /to. Der nachfolgende Maitermin notierte am Tagesende mit 201,25 /to (-0,25) und auch die Termine für die neue Ernte gaben einheitlich 0,25 /to nach. Die späteren Maiskurse an der Matif stemmten sich gegen die Vorgaben vom Weizen und legten bis zu 2,00 /to. Die Schlusskurse lagen zwischen 198,75 und 202,50 /to.
Der März startete mit einer deutlichen Korrektur an der Weizenbörse in Chicago. Der Frontmonat gab 16,75 auf 574,50 US-Cent/bushel nach und die nachfolgenden Futures verbuchten ebenfalls zweistellige Verluste. In Kansas und in Minneapolis lag das Minus im einstelligen Bereich. Die Aussichten auf Niederschläge in den östlichen Anbaugebieten würde die Bodenfeuchtigkeit verbessern und belastete gleichzeitig die Weizenbörsen. Hinzu kommen die schwachen Exportverladungen, die laut dem US-Agrarministerium nur ein Volumen von rund 344.000 to in der letzten Woche erreichten. Zur Vorwoche ist das ein Minus von fast 39 Prozent und gegenüber dem Vorjahr ein Rückstand von 12 Prozent. Die gesamten Ausfuhren summieren sich dennoch auf über 18,6 Mio. to und liegen damit 19 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Am internationalen Weizenmarkt hat Saudi-Arabien einen Weizentender über 794.000 to ausgeschrieben.
Ölsaatenmarkt
Im Sog der sichtbar festeren Roh- und Pflanzenölmärkte (die Ölpreise zogen wegen des weiter eskalierenden Krieges zwischen dem Iran und den USA/Israel gestern kräftig an) konnten auch die EU-Rapssaatfutures zum Wochenstart deutliche Notizgewinne verbuchen. Der führende Mai-Kontrakt 2026 beendete die Euronext-Sitzung mit einem Plus von 7,00 Euro/t bei 494,00 Euro/t .Die nachfolgenden Futures der Ernte 2026 legten in Paris zwischen 4,25 und 5,50 Euro/t zu. An den hiesigen Kassamärkten blieb es trotz oder auch wegen des größeren Kurssprunges weitestgehend ruhig. Die Marktteilnehmer scheinen die weitere Entwicklung in Nahost erstmal beobachten zu wollen. In Winnipeg schlossen die kanadischen Canola-Futures aufgrund der Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran und der deswegen extrem in die Höhe schnellenden Rohölnotierungen ebenfalls fester. Zudem stützten die gesenkten chinesischen Zölle auf kanadische Rapssamen und -schrot das Marktumfeld. Mit einem Schlusskurs von 698,40 Can-$/t (+10,70) notierte der Frontmonat Mai 2026 an der ICE weiterhin über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Am Donnerstag wird Statistics Canada seine Schätzungen zur Anbaufläche für 2026/2027 veröffentlichen. Die Analystenhäuser gehen davon aus, dass mehr Canolasaat als im Vorjahr angebaut wird.
Während die Sojaölkurse aufgrund des Krieges zwischen dem Iran und den USA/Israel und der daran angelehnt nahezu explodierenden Rohölmärkte an der CBoT kräftig zulegen konnten, rutschten die Sojabohnen- und Sojaschrotnotierungen ins Minus. Der USDA-Verarbeitungsbericht bei den Sojabohnen für den Monat Januar 2026 lag mit knapp 228 Mio. bushel nahe an den Analystenschätzungen. Die US-Sojaölbestände kletterten gegenüber Dezember 2025 um 11,7 Prozent auf 2,43 Mrd. Pfund nach oben. Laut dem brasilianischen Analysehaus AgRural ist die brasilianische Sojabohnenernte zu 39 Prozent eingefahren und liegt damit sichtbar unter den 50 Prozent desselben Vorjahreszeitraums. Die brasilianische Ernteprognose wurde um 3. Mio.t auf 178 Mio.t Sojabohnen reduziert. ZMP






