• RWG Surwold Tag

Getreide wieder im Aufwind

|   markttipps

Deutschlands Landwirte bauen wieder mehr Getreide an. Für 2026 wird die Fläche auf rund 6,03 Mio. Hektar geschätzt, was gegenüber 2025 einem Plus von 1,8% entspricht. Schwerpunkt bleibt Wintergetreide mit einem Anteil von 83%. Vor allem der Anbau von Winterweizen und -gerste nimmt zu. Die Anbaufläche von Sommergetreide wurde hingegen etwas verkleinert, Mais und Sommerweizen legten allerdings zu. Gleichzeitig dürften die Flächen für Kartoffeln und Zuckerrüben deutlich schrumpfen. Hülsenfrüchte wiederum gewinnen an Bedeutung, besonders Soja.

Deutschlands Landwirte setzen wieder verstärkt auf Getreide. Das zeigen die aktuellen Anbauschätzungen, die am Dienstag (19.5.) vom Statistischen Bundesamt (Destatis) vorgelegt wurden. Die Wiesbadener Statistiker beziffern die bundesweite Getreidefläche zur Ernte 2026 auf 6,03 Mio. Hektar Getreide; im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Zuwachs von 108.200 Hektar oder 1,8%. Damit würde die Anbaufläche des Jahres 2023 übertroffen, nachdem sie 2024 witterungsbedingt auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2010 gesunken war. Von 2024 auf 2025 hatten die Landwirte den Getreideanbau wieder um 4,4% ausgedehnt. Laut Destatis liegt der Schwerpunkt des Getreideanbaus in Deutschland weiterhin auf Winterkulturen. Diese werden zur Ernte 2026 auf knapp 5,0 Mio. Hektar angebaut, was 83% der gesamten Getreidefläche entspricht. Gegenüber 2025 haben die Ackerbauern das Wintergetreideareal um 2,3% vergrößert. Winterweizen einschließlich Dinkel wurde von den Landwirten auf rund 2,9 Mio. Hektar ausgesät; das ist gegenüber 2025 ein Plus von 1,5%. Der Anbau von Wintergerste wurde um 4,3% auf 1,26 Mio. Hektar erweitert. Auf 533.600 Hektar ist Roggen zu finden, während 301.500 Hektar mit Triticale bepflanzt wurden. Rund 1,03 Mio. Hektar wurden im Frühjahr mit Sommergetreide bestellt, hier wurde der Anbau gegenüber dem Vorjahr um 0,4% eingeschränkt. Mit 505.900 Hektar entfällt fast die Hälfte davon auf Körnermais einschließlich Corn-Cob-Mix, im Vergleich zu 2025 kamen rund 3,3% hinzu. Auch der Anbau von Sommerweizen wurde ausgedehnt, nämlich um 5,9% auf 50.500 Hektar. Bei Hafer gab es ein Plus von 1,5% auf 189.900 Hektar. Einzig bei Sommergerste wurde die Anbaufläche verkleinert, und zwar kräftig um 8,2% auf 287.100 Hektar. Weniger Zuckerrüben und Kartoffeln Um 1,4% unter dem Vorjahresniveau liegt mit 1,93 Mio. Hektar die Anbaufläche von Silomais. Winterraps steht auf 1,14 Mio. Hektar, was ein Plus von 4,9% bedeutet. Destatis geht davon aus, dass in diesem Jahr der Anbau von Hackfrüchten zurückgehen wird. Die Kartoffelfläche wird auf 280.400 Hektar geschätzt, womit das Vorjahresareal um 7,1% unterschritten würde. Noch kräftiger, nämlich um 12,6% auf 338.700 Hektar, soll der Anbau von Zuckerrüben zurückgehen. Ein vergleichsweise kleiner Teil der Ackerfläche entfällt auf Hülsenfrüchte, deren Anbau allerdings im Aufwind ist. Die Anbaufläche von Erbsen zur Körnergewinnung wird gemäß den Schätzungen um 6,6% auf 147.400 Hektar erweitert. Bei Ackerbohnen wird mit einer Ausdehnung der Fläche um 5,9% auf 70.300 Hektar gerechnet. Einen regelrechten Sprung erwarten die Statistiker bei Sojabohnen, deren Anbauareal soll um 17,8% auf 51.000 Hektar ausgedehnt werden. AgE

Börsenfenster

Wetter

Logo Acker24
Schriftzug Acker24 Schlagkartei
Slogan Acker24 Schlagkartei