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Getreide verliert an Bedeutung

|   markttipps

Getreide verliert bei Russlands Agrarexporten an Gewicht. Der Anteil dieser Warengruppe an den gesamten Exporterlösen sank 2025 von zuvor 37 auf 27 %. Im Jahr 2030 soll er bei nur noch 25% liegen. Moskau setzt verstärkt auf höherwertige Produkte, um die Exporteinnahmen zu steigern. Umsatzzuwächse gab es im vergangenen Jahr vor allem bei der Ausfuhr von Öl- und Fettprodukten, Lebensmitteln sowie Fisch und Meeresfrüchten.

Getreide hat 2025 bei den russischen Agrarausfuhren an Bedeutung verloren. Nach Angaben des Moskauer Landwirtschaftsministeriums wurden etwa 11 Mrd. $ (9,3 Mrd. Euro) und damit rund 27% der gesamten Exporteinnahmen mit Getreide erzielt; im Jahr 2024 waren es noch 37%. Dennoch behielt diese Warengruppe ihre führende Position bei den Gesamtlieferungen. Laut Ministerium ist geplant, den Anteil des Getreides an den landwirtschaftlichen Exporten bis 2030 auf 25% zu reduzieren. Ziel sei es, mehr höherwertige Produkte ins Ausland zu verkaufen. Der Anteil von Öl- und Fettprodukten an den Agrarexporten stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte auf 22%. Lebensmittel- und Verarbeitungsprodukte legten von 12 auf 14% zu, während bei Fisch und Meeresfrüchte ein Plus von 11 auf 14% verzeichnet wurde. Das größte Umsatzwachstum wurde im vergangenen Jahr bei den Exporten von Fisch und Meeresfrüchten verzeichnet; hier gab es im Vergleich zu 2024 einen Zuwachs um 22%. Die Erlöse bei Fleisch- und Milchprodukten erhöhten sich um 20%; Lebensmittelprodukte spülten 12% mehr in die Kassen. Das Moskauer Agrarressort korrigierte die im März vorgelegten Zahlen für die Agrarexporte leicht nach oben. Die zuvor angegebenen Ausfuhreinnahmen wurden von 40,9 Mrd. $ (34,6 Mrd. Euro) auf 41,6 Mrd. $ (35,2 Mrd. Euro) angehoben. Zuvor seien die Exporte von Fisch und Meeresfrüchten, die außerhalb der russischen Zollzone gefangen worden seien, nicht berücksichtigt worden, erklärte das Ministerium zur Begründung. Auch eine Reihe weiterer Exportposten habe gefehlt. Die Gesamtmenge der Agrarausfuhren wird auf 83,3 Mio. Tonnen beziffert; zuletzt hatte die Prognose bei rund 80 Mio. Tonnen gelegen. AgE

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