Die durchschnittlichen Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben zuletzt einheitlich nachgegeben. Hintergrund waren laut Marktbeobachtern steigende Angebotsmengen bei einer anhaltend schwachen Nachfrage der Schlachtunternehmen. Konkret erzielten Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche zum 19. April nach Angaben nach Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 704,20 Euro/100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG) und damit 1,4% weniger als in der Woche davor. Die größten Einbußen mussten die Landwirte in den Niederlanden hinnehmen. Hier sank der Preis um 15,7%. In Italien gab die Notierung um 4,7% nach, in Österreich um 2,9%, in Deutschland um 1,8% und in Frankreich um 1,1%. Preissteigerungen wurden aus nur zwei Ländern gemeldet. In Dänemark gab es 0,7% mehr für R3-Jungbullen, in Tschechien 1,5% mehr. Der Durchschnittspreis für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 fiel laut der Kommission um 0,6% auf 612,16 Euro/100 kg SG. Extreme Ausschläge gab es sowohl nach oben als auch nach unten, und zwar in Bulgarien mit einem Minus von 23,0% und in Kroatien mit einem Plus von 17,3%. In den großen Erzeugerländern fielen die Veränderungen dagegen vergleichsweise klein aus. Spanien und Irland verzeichneten Preissteigerungen von 1,7% beziehungsweise 0,3%. In Deutschland bewegte sich die Notierung seitwärts. Derweil ging der Preis in den Niederlanden um 2,4% nach unten, in Belgien um 1,7% und in Österreich um 1,5%. Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 wurden der Kommission zufolge 718,10 Euro/100 kg SG aufgerufen und damit 1,0% weniger als in der Woche davor. Besonders schwach zeigte sich der Markt in Italien. Hier fiel die Notierung um 13,8%, gefolgt von Rumänien mit einem Minus von 11,7%. In Österreich ließ der Preis um 1,3% nach, in Polen um 0,9%, in Frankreich und Belgien um jeweils 0,7% und in Deutschland um 0,6%. In Spanien und den Niederlanden blieb die Notierung nahezu unverändert, während sich die Landwirte in Dänemark über einen Preisanstieg von 2,8% freuen konnten. Größer fiel der Aufschlag nur in Kroatien aus. Dort wurden 4,3% mehr gezahlt. AgE






