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Die Nachfrage sinkt

|   markttipps

Auch die deutsche Spirituosenbranche leidet unter geopolitischen Unsicherheiten, steigenden Kosten und sinkender Nachfrage. 2025 ging der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel um 4% zurück. Der Branchenverband BSI kritisiert eine mögliche Steuererhöhung auf Spirituosen als ungerecht und fordert bessere Rahmenbedingungen. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einer Verstetigung der angespannten Lage.

Auch die deutsche Spirituosenindustrie bekommt die geopolitischen Unruhen, die schwelenden Handelskonflikte und den Anstieg der Kosten zu spüren. Laut dem Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) ist die Nachfrage nach Spirituosen 2025 gegenüber dem Jahr davor um 3% gesunken. Seit 2023 summiert sich das Minus nach BSI-Angaben vom Dienstag (26.5.) auf 11%. Verschärft würden die Herausforderungen für die überwiegend mittelständisch geprägte Branche durch die aktuelle Debatte um eine einseitige Steuererhöhung ausschließlich auf Spirituosen zur Entlastung des Bundeshaushalts. Diese hält man beim BSI weder fiskalpolitisch noch gesundheitspolitisch für sachgerecht. Die Bundesregierung müsse zu fairen Rahmenbedingungen zurückzukehren, um in Zukunft wieder eine nachhaltige Wertschöpfung gewährleisten zu können. Junge Generation tendiert zu alkoholfrei Die deutsche Spirituosenbranche inklusive Importeure erzielte 2025 nach Angaben des BSI einen Gesamtumsatz von 4,6 Mrd. Euro; darin enthalten waren rund 2,1 Mrd. Euro an Alkoholsteuer. Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel ging im Vergleich zum Vorjahr um 4% zurück, während die abgesetzte Menge um 3% sank. Das Gesamtmarktangebot - also die Produktion plus Import abzüglich Export - verringerte sich im Vorjahresvergleich um 29 Mio. Flaschen à 0,7 Liter beziehungsweise 4,3%. Der Konsum pro Kopf von Spirituosen lag 2025 bei rund 4,85 Litern Fertigware und verringerte sich damit um 0,15 Liter oder 3%. Auch wenn der Anteil der alkoholfreien und alkoholreduzierten Alternativen zu Spirituosen am gesamten Spirituosenmarkt noch gering sei, zeige sich ein deutlich wachsendes Potenzial, insbesondere durch das gestiegene Gesundheitsbewusstsein und das Konsumverhalten der Generation, betonte der Verband. Für 2026 erwartet der BSI erneut "ein Jahr mit Licht und Schatten". Aufgrund von Kostensteigerungen, gepaart mit verunsicherten Verbrauchern, sieht sich die Spirituosenbranche vor existenziellen Herausforderungen. AgE

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