Auf den Schlachtschweinemärkten in Europa treten die Preise auf der Stelle. Die Frühlingswärme hat den Kontinent noch nicht ganz erreicht. Die Grillsaison steckt im Startblock fest. Und die aktuelle Schlachtwoche ist feiertagsbedingt kurz. Dadurch stockt der Absatz. Regional entstehen sogar Angebotsüberhänge. Andernorts ist die Versorgung hingegen knapp. Diskussionen über Preissteigerungen laufen dennoch ins Leere. Aber auch Rufe nach Preissenkungen fallen nicht auf fruchtbaren Boden. In Deutschland beließ die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Leitpreis am Mittwoch (29.4.) bei 1,70 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) und damit auf dem Niveau der Vorwochen. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) bezeichnete die Lage am deutschen Schlachtschweinemarkt als „angespannt“. In einigen Regionen gebe es ein Überangebot an Schlachtschweinen. Aufgrund der anhaltend schwierigen Fleischgeschäfte hätten Schlachtunternehmen sogar nach Preissenkungen gerufen. Es gebe aber auch Regionen, in denen das Angebot an Schlachtschweinen eher knapp ausfalle. Gute Geschäfte im Fernen Osten In Österreich zeigt sich der Schlachtschweinemarkt ausgeglichen. Die feiertagsbedingt zurückgehende Aktivität am Schlachtband gehe mit der abflauenden Anlieferung schlachtreifer Schweine einher. Im Fleischgeschäft fehlten größere Impulse. Vor diesem Hintergrund legte der österreichische Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) seine Notierung abermals bei unverändert 1,66 Euro/kg SG fest. Auch die belgische Danis-Gruppe zahlt für Schlachtschweine aktuell so viel wie zuvor, nämlich 1,320 Euro/kg Lebendgewicht (LG). Danish Crown behielt seinen Preis in der laufenden Woche ebenfalls bei und drehte auch für die kommenden Woche nicht an der Preisschraube. Jeweils gezahlt werden ungerechnet 1,29 Euro/kg SG. DC berichtete von einem großen Frischfleischangebot auf dem europäischen Markt. Zusätzlich verfüge der Einzelhandel über Tiefkühlbestände. Und die große Nachfrage nach Grillartikeln lasse noch auf sich warten. Ein Lichtblick ist für DC der Absatz im Fernen Osten. Hier werde weiter gut verkauft. Doch gleichzeitig habe der Wettbewerbsdruck aus anderen europäischen Ländern zugenommen. Minimaler Abschlag in Italien Am Marché du Porc Français blieb der Preis bei der Notierung am Mittwoch, die den feiertagsbedingt ausgefallenen Freitags-Termin ersetzte, bei 1,433 Euro/kg SG stehen. Und auch in Spanien blieb alles wie gehabt. Zum Beispiel kosten Schlachtschweine an der Agrarbörse von Bellpuig westlich von Barcelona derzeit 1,270 Euro/kg LG und damit ebenso viel wie in der Vorwoche. In Italien kam es am Donnerstag zu einer minimalen Preisveränderung. So werden frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 138 bis 156 Kilogramm jetzt für 1,432 bis 1,438 Euro/kg LG verkauft, nach 1,439 Euro/kg LG in der Vorwoche. Für frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 138 bis 156 Kilogramm gibt es jetzt 1,554 bis 1,560 Euro/kg LG, nach zuvor 1,560 Euro/kg LG. EU-Durchschnittspreis fast unverändert Auf EU-Ebene trat der Durchschnittspreis zuletzt nahezu auf der Stelle. In der Woche zum 26. April wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der EU-Kommission für 167,96 Euro/100 kg SG gehandelt. Das entsprach einem minimalen Minus von 0,05% gegenüber der Vorwoche. Das Vorjahresniveau wurde um 17,6% verfehlt. Über den mit 5,8% größten Preisaufschlag konnten sich die Schweinehalter in der Slowakei freuen. In Kroatien und Estland ging die Notierung jeweils um 1,4% nach oben. Deutschland meldete einen Preisanstieg um 0,4%. In den Niederlanden und Frankreich bewegte sich die Notierung seitwärts, während sie in Polen um 0,8% und in Österreich um 1,3% nachließ. Besonders stark nach unten rutschte der Preis in Rumänien, und zwar um 3,3%. AgE






