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Bei den Preisen kaum Neues

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Auf den europäischen Schlachtschweinemärkten machen der weitere Abbau von Angebotsüberhängen und sinkende Schachtgewichte zunehmend Hoffnung auf eine Preiserholung. Dazu trägt auch eine stetige Nachfrage bei, die unter anderem aus der Befüllung der Gefrierlager resultiert. Preissteigerungen sind bislang aber überwiegend ausgeblieben. Bei ausgeglicheneren Marktverhältnissen gingen die Notierungen meist seitwärts.

Auf den europäischen Schlachtschweinemärkten machen der weitere Abbau von Angebotsüberhängen und sinkende Schachtgewichte zunehmend Hoffnung auf eine Preiserholung. Dazu trägt auch eine stetige Nachfrage bei, die unter anderem aus der Befüllung der aktuell vergleichsweise leeren Gefrierlager resultiert. Preissteigerungen sind bislang aber weitgehend ausgeblieben. Bei ausgeglicheneren Marktverhältnissen gingen die Notierungen zuletzt überwiegend seitwärts.
Hierzulande legte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Leitpreis am Mittwoch (11.2.) erneut bei 1,45 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) fest. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) erläuterte, dass infolge des stetigen Abbaus der Überhänge an Schlachtschweinen inzwischen in immer mehr Regionen ausgeglichene Marktverhältnisse herrschten. Teilweise gebe es aber auch noch Überhänge. Gleichzeitig gingen die Schlachtgewichte nach unten. Im Fleischgeschäft steht laut der AMI durchweg ausreichend Ware zur Verfügung. Angebotsdruck herrsche aber nicht. Sowohl über die Gastronomie als auch über den Einzelhandel würden stetig Mengen abgerufen. Fleisch verarbeitende Unternehmen lagerten häufig größere Mengen ein.
Das zeigt sich auch in Österreich. Laut dem österreichischen Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) läuft die Befüllung der Gefrierläger auf Hochtouren, da vermehrt Preissteigerungen erwartet würden. Erfreuliche Perspektiven schaffe auch die Entscheidung des philippinischen Landwirtschaftsministeriums, angesichts der global zunehmenden Probleme mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) einen Rahmen für eine Regionalisierung des internationalen Handels zu schaffen. Zwar ergäben sich daraus keine direkten Marktöffnungen etwa für Deutschland und Spanien, es seien aber steigende Exportchancen zu erwarten.
Auf dem Schweinefleischmarkt in Österreich macht der VLV gegenwärtig keine Überhänge mehr aus. Die Marktverhältnisse seien ausgeglichen. Vor diesem Hintergrund blieb die Notierung des VLV zuletzt weiter unverändert bei 1,39 Euro/kg SG.
DC: Drittstaatengeschäft immer noch nicht belebt
Dagegen erhöhte die belgische Danis-Gruppe ihren Auszahlungspreis für die aktuell laufende Woche um 3 Cent auf 1,110 Euro/kg Lebendgewicht (LG). Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown (DC) beließ seinen Auszahlungspreis für die achte Kalenderwoche bei umgerechnet 1,21 Euro/kg SG und damit auf dem Niveau der laufenden Woche. In dieser werden allerdings 4 Cent weniger ausgezahlt als zuvor.
DC sieht den europäischen Fleischmarkt reichlich versorgt. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen sei hoch, die Nachfrage saisonbedingt schwach. Hinzu komme ein großer Angebotsdruck aus Spanien und Deutschland. Insgesamt sei die Marktlage schwierig. In den Drittstaaten registriert DC aber Anzeichen für anziehende Geschäfte. Bisher gebe es allerdings weiterhin eine zeitliche Verzögerung, weil Lagerbestände abgebaut würden.
Am Marché du Porc Français ging die Notierung bei 1,410 Euro/kg SG seitwärts. Unterdessen zeichnete sich in Spanien eine leichte Preiserholung ab. So blieb der Preis für die laufende Woche an der Agrarbörse von Bellpuig westlich von Barcelona zwar bei 1,00 Euro/kg LG stehen, an der Börse von Segovia legte er aber um 1 Cent auf 1,00 Euro/kg zu. Marktbeobachter berichteten, dass sich Angebot und Nachfrage in Spanien mittlerweile fast die Waage hielten.
Katalonischer ASP-Virus weniger virulent
Derweil legte das spanische Landwirtschaftsministerium neueste Erkenntnisse zum aktuellen ASP-Geschehen in Katalonien vor. Demnach ist die Herkunft der dort ausgebrochenen Virusvariante weiter unklar. Diese unterscheide sich von Varianten, die man in Europa in den zurückliegenden Jahren gefunden habe. Daneben gebe es Hinweise darauf, dass es sich in Katalonien um eine mäßig virulente Variante handle, die auch subakute Formen der Erkrankung auslösen könne. Das dürfte eine eher schlechte Nachricht sein, weil bei einem Virus mit geringerer Virulenz der Zeitraum, in dem das Tier die Seuche verbreitet, laut den Ressortangaben länger sein kann. Dem müssten die Überwachungspläne angepasst werden.
In Italien schwächelte der Preis weiter. Die Notierung für frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 144 bis 152 Kilogramm wurde am Donnerstag bei 1,332 bis 1,338 Euro/kg LG festgesetzt, nach 1,361 Euro/kg LG in der Vorwoche. Vertragsschweine derselben Kategorie kosten jetzt 1,444 bis 1,450 Euro/kg LG, nach zuvor 1,473 Euro/kg LG.
EU-Durchschnittspreis gestiegen
Auf EU-Ebene ging der Durchschnittspreis nach seiner zuvor langen Talfahrt in die Aufwärtsbewegung über. In der Woche zum 8. Februar wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der EU-Kommission für 148,49 Euro/100 kg SG gehandelt. Das entsprach einem Anstieg um 0,3% gegenüber der Vorwoche. Das Vorjahresniveau wurde um 17,2% verfehlt.
Die Preisbewegungen fielen in den einzelnen Ländern meist schwach aus. Der mit 3,8% größte Aufschlag wurde von Estland gemeldet, gefolgt von Polen mit 3,4% und Belgien mit 2,9%. In Spanien und Frankreich blieben die Notierungen stehen, während sie in Dänemark um 0,5%, in Deutschland um 0,4% und in Österreich um 0,2% nachließen. Den mit 2,8% größten Abschlag verzeichnete Rumänien. AgE

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