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Aufwärtsdynamik der Preise gestoppt

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Die Aufwärtsentwicklung der Schlachtschweinepreise ist in Mittel- und Nordeuropa zum Stillstand gekommen. Bei überwiegend ausgeglichenen Marktverhältnissen liefen die Preise zuletzt seitwärts. Derweil konnten sich die Schweinehalter in Südeuropa über weitere Aufschläge freuen.

Die Aufwärtsentwicklung der Schlachtschweinepreise ist in Mittel- und Nordeuropa zum Stillstand gekommen. Bei überwiegend ausgeglichenen Marktverhältnissen liefen die Preise zuletzt seitwärts. Derweil konnten sich die Schweinehalter in Südeuropa über weitere Aufschläge freuen. In Deutschland fixierte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Leitpreis am Mittwoch (18.3.) wie in der Vorwoche bei 1,70 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG). Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtete von einer insgesamt ausgeglichenen Situation im deutschen Handel mit Schlachtschweinen. Die angebotenen Stückzahlen passten zu der stetigen Nachfrage nach Schlachttieren. Vom näher rückenden Osterfest sieht die AMI bisher nur geringe Impulse ausgehen. Und die Grillsaison lässt noch auf sich warten. Die Geschäfte mit Schweinefleisch bewertet die AMI als "aktuell etwas verhaltener". Zwar gebe es keine Einbrüche in der Nachfrage, die zuvor erhoffte Belebung sei aber ausgeblieben. Besonders Verarbeitungsware werde in Mengen gekauft, die für die Saison unterdurchschnittlich seien. Auch im Einzelhandel fehlen Impulse, was die AMI mit einer geringen Anzahl an Verkaufsaktionen erklärt. Auch der österreichische Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) beließ seine Notierung unverändert, und zwar bei 1,66 Euro/kg SG. Angebot und Nachfrage "halten sich die Waage", erläuterte der Verband. Für ihn zeigen vergleichsweise hohe Durchschnittsgewichte der Schlachttiere, dass derzeit teilweise zurückgehaltene Partien an den Schlachthaken kommen. Unverständnis bei DC Auch in Belgien und Dänemark blieb alles wie gehabt. Die belgische Danis-Gruppe zahlt in der aktuellen Kalenderwoche 1,320 Euro/kg Lebendgewicht (LG) und damit ebenso viel wie in der Vorwoche. Danish Crown (DC) legte seinen Auszahlungspreise für die 13. Kalenderwoche bei umgerechnet 1,26 Euro/kg SG fest; das entspricht dem Niveau in der laufenden Woche. DC hält die teils starken Preissteigerungen, die in den zurückliegenden Wochen in den Nachbarländern umgesetzt worden sind, weiter für unbegründet. "Die europäische Nachfrage wird durch das aktuelle Angebot problemlos gedeckt, sodass bei den Kunden wenig Verständnis dafür besteht, dass die Preise in dem Maße angehoben werden müssen, wie wir es gesehen haben", erklärte der Geschäftsführer von Danish Crown Industry, Jens Peter Clausen. Im Drittstaatengeschäft berichtet er von einer weiterhin guten Nachfrage unter anderem aus Japan, Südostasien und Australien. Der Handel werde aber durch die aktuellen Herausforderungen im Frachtbereich erschwert. Am Marché du Porc Français geht man ebenfalls davon aus, dass das Schlachtschweineangebot nach wie vor zu groß dafür ist, dass der vorgelagerte Bereich Aufwärtsdruck auf den Markt ausüben könnte. Vor diesem Hintergrund blieb der Schlachtschweinepreis an diesem Handelsplatz am Donnerstag unverändert bei 1,420 Euro/kg SG. Unterdessen ging die Bergfahrt der Preise in Spanien weiter. An der Agrarbörse von Bellpuig westlich von Barcelona werden in der laufenden Woche 1,205 Euro/kg LG gezahlt, gegenüber 1,145 Euro/kg LG in der Vorwoche. In Italien kosten frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 138 bis 156 Kilogramm jetzt 1,365 Euro/kg LG, im Vergleich zu 1,328 Euro/kg LG eine Woche zuvor. Vertragsschweine derselben Kategorie verteuerten sich ebenfalls um 3,7 Cent/kg LG, auf nun 1,477 Euro/kg LG. EU-Durchschnittspreis abermals höher Auf EU-Ebene stieg der Durchschnittspreis weiter an. In der Woche zum 15. März wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der EU-Kommission für 162,06 Euro/100 kg SG gehandelt. Das entsprach einem Anstieg um 3,4% gegenüber der Vorwoche. Das Vorjahresniveau wurde um 11,7% verfehlt. Den mit 5,4% größten Preisaufschlag meldete Portugal, gefolgt von Ungarn mit 5,1%. In Belgien, Deutschland, Estland und Spanien sowie Kroatien, Lettland und Polen legte der Preis um jeweils zwischen 4,4% und 4,9% zu, in den Niederlanden um 3,8% und in Österreich um 3,6%. In Frankreich trat der Preis auf der Stelle. Derweil gab es in Bulgarien, Zypern und Finnland Abschläge, und zwar in Höhe von 0,3% bis 0,9%. AgE

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