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Absatz in Indien boomt

|   markttipps

Die weltweiten Traktorverkäufe haben im Zeitraum Januar bis April 2026 deutlich zugelegt. Mit mehr als 512.000 verkauften Einheiten lagen sie um 18% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Haupttreiber war Indien mit rund 375.000 verkauften Maschinen; der Subkontinent ist der größte Traktorenmarkt der Welt und verzeichnete erneut ein starkes Wachstum. Während Europa leicht zulegte, entwickelten sich große Märkte wie die USA, Kanada, Brasilien und die Türkei rückläufig.

Aufatmen bei den Traktorenherstellern. In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind die Absatzzahlen global gesehen gewachsen, wenngleich es regional erhebliche Unterschiede gab. Laut dem italienischen Verband der Hersteller von Land-, Forst- und Gartenbaumaschinen (FederUnacoma) wurden von Januar bis April 2026 weltweit mehr als 512.000 Schlepper verkauft; das waren 79.000 Stück oder 18% mehr als im Vorjahreszeitraum. Getragen wurde diese dynamische Entwicklung nach Angaben des Verbandes von Indien. Auf dem Subkontinent wurden in dem Viermonatszeitraum rund 375.000 Traktoren abgesetzt; das entspricht einem Zuwachs von etwa 91.000 Stück beziehungsweise einem Drittel. Damit setzte sich der Aufwärtstrend des vergangenen Jahres fort, in dem Indien seinen Absatz - einschließlich Exporte - gegenüber 2025 um 18,6% auf das Rekordniveau von etwa 1,195 Mio. Stück steigern konnte. Indien hat nach Angaben der dortigen Vereinigung für Traktoren und Mechanisierung (TMA) seit 2021 bei den Inlandsverkäufen und Exporten von Schleppern stets die jährliche Marke von 1 Mio. überschritten. Damit ist das Land der größte Traktorenmarkt der Welt, mit einem Marktanteil von rund 50%. Der durchschnittliche Absatz lag laut TMA im Jahr 2025 bei über 3.200 Traktoren pro Tag, was dem Jahresmarktvolumen mehrerer mittelgroßer europäischer Länder entspricht. Großes Minus in der Türkei Bei den Verkaufszahlen im Zeitraum Januar bis April 2026 zeigten die traditionellen Traktorenmärkte laut den Zahlen von FederUnacoma ein gemischtes Bild. In den USA ging es nach Absatzeinbußen von 13% beziehungsweise 10% in den Jahren 2024 und 2025 im Berichtszeitraum weiter zurück. Verkauft wurden insgesamt 53.800 Schlepper, was im Vergleich zum Vorjahreswert einem Minus von 9% entspricht. In Kanada sank die Verkaufszahl um 8% auf 6.100 Einheiten, und in Brasilien wurde ein Minus von 15% auf 12.300 Stück verzeichnet. Besonders stark fiel der Rückgang in der Türkei aus, wo mit insgesamt 7.250 Traktoren die Anzahl der Vorjahresperiode halbiert wurde. Sehr heterogen präsentierte sich nach Angaben von FederUnacoma der europäische Markt. Insgesamt legten die Verkaufszahlen um 4% auf über 45.000 Einheiten zu. Stagnation bestimmte die Entwicklung in Deutschland; hier wurden 9.240 Schlepper abgesetzt und damit 0,7% weniger als im Vergleichszeitraum. Einen starken Rückgang um 14,8% auf 2.670 verkaufte Einheiten gab es am polnischen Markt. Italien legte um 4,6% auf 5.250 Einheiten zu, Frankreich um 1,1% auf 7.340 Traktoren. Ein deutliches Wachstum zeigte das Vereinigte Königreich; dort wurde ein Plus von 25% auf 4.550 Stück verzeichnet. AgE

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