Pamira Sammelaktion Restentleerte Pflanzenschutzbehälter 11.08 - 12.08.2026 8:00 bis 17:00 Uhr 12:00 bis 13:00 Uhr geschlossen. Geschäftsstelle Börholz 4, 41379 Brüggen Tel.: 02157 8797- 13 Bedingungen für die Annahme der Pflanzenschutzbehälter: • restentleert und gespült • nach Kunststoff, Metall und Beuteln sortiert • Behälter über 60l durchtrennt • Deckel separat gesammelt
Russland greift in ukrainischen Gewässern Handelsschiffe an. Fonds treiben die Kurse durch Short-Covering weiter nach oben.
Die Weizen-Futures in Paris und Chicago schlossen am Dienstag höher. An der Euronext legte der Frontmonat September um 1,75 Euro auf 216,50 Euro je Tonne zu. An der CBoT verbuchte der meistgehandelte September-Future ein Plus von 9,75 Cent auf 645 Cent je Bushel.
Am Weizenmarkt bleibt die Situation am Schwarzen Meer das beherrschende Thema. Der Schiffsverkehr in das und aus dem Asowschen Meer ist nach wie vor unterbrochen, und es ist unklar, wie lange die Behinderungen andauern werden. Über diese Route werden 25 Prozent der russischen Weizenexporte abgewickelt. Die Sorge wächst, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine auf das Schwarze Meer ausgeweitet wird und das Risiko für die Handelsschifffahrt steigt. Russland griff in dieser Woche mit Drohnen Handelsschiffe in ukrainischen Gewässern an. Dabei wurden mehrere Personen getötet. Die Ukraine attackiert seit Tagen Frachtschiffe auf dem Asowschen Meer, was dazu führte, dass Russland den Schiffsverkehr auf diesem Nebenmeer des Schwarzen Meeres einschränkte.
Die aktuelle Entwicklung sorgt bei Finanzinvestoren für Verunsicherung. Sie halten an der Euronext und der CBoT Short-Positionen, wetten also auf fallende Preise. Der Kursanstieg der vergangenen Tage resultierte vor allem aus Deckungskäufen der Fonds, die die Kurse an der Euronext auf den höchsten Stand seit dem 20. Mai zogen.
Die Zweifel an der Zukunft der Weizenlieferungen aus Russland und der Ukraine führen dazu, dass sich das Interesse der Händler am physischen Markt auf andere Herkünfte verlagert. In den rumänischen Exporthäfen zogen die Weizenpreise zu Beginn der Woche deutlich an. Lieferungen aus Rumänien und Bulgarien gelten als sicherere Alternative. Auch die Exportchancen Frankreichs und Deutschlands haben sich verbessert.
Derzeit lässt sich nur schwer vorhersagen, wie sich der Weizenmarkt in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln wird. Sollten die Lieferungen aus Russland und der Ukraine spürbar unter den zunehmenden gegenseitigen Attacken leiden, könnte das zu einem weiteren deutlichen Preisanstieg führen.
Russland werde seine Getreideexportverpflichtungen gegenüber ausländischen Partnern trotz der Lage im Asowschen Meer vollständig erfüllen, erklärte der „Verband der Getreideexporteure und -Produzenten" am Dienstag. Russland verfüge über ausreichende Umschlagkapazitäten, um Lieferungen auf andere Terminals umzuleiten. Auch das russische Landwirtschaftsministerium erklärte, dass die Lieferungen bei Bedarf umgeleitet würden, da Russland in verschiedenen Regionen über erhebliche Kapazitäten für den Umschlag landwirtschaftlicher Güter verfüge.
Der Ukraine ist es bisher gelungen, trotz der anhaltenden Angriffe Russlands auf die Hafenanlagen am Schwarzen Meer ihre Exportverpflichtungen zu erfüllen. Die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe könnten aber dazu führen, dass den Reedereien das Risiko zu groß ist, Weizen in ukrainischen Häfen zu laden.
Die Weichweizenexporte der Europäischen Union beliefen sich im bisherigen Verlauf des am 1. Juli begonnenen Wirtschaftsjahres 2026/27 bis zum 12. Juli auf 214.904 Tonnen, was einem Rückgang von 62 Prozent gegenüber den 560.897 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten der Europäischen Kommission hervorgeht. Die Daten haben aber nur eine geringe Aussagekraft, da die Angaben aus Frankreich und Bulgarien unvollständig sind. Für Deutschland gibt die Kommission eine Menge von 11.000 Tonnen an.






