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12/2026

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Getreide: Die Agrarbörsen in Chicago reagieren weiterhin eher auf politische Schlagzeilen als auf fundamentale Ernteschätzungen oder Nachfrageentwicklungen.

Am Montag verkündete Trump, dass er vorerst nicht den chinesischen Präsidenten treffen würde (jetzt erst Mitte Mai?). Dann erschien gestern in den USA ein Zeitungsbericht, dass die US-Regierung Landwirte und Biokraftstofferzeuger am 27. März ins Weiße Haus einladen wolle. Das wiederum brachte die Spekulationen in den Markt, dass dort die neuen Mandate verkündet werden könnten. Ob dieses Treffen wirklich stattfindet, wird nun von vielen Marktbeobachtern wieder sehr skeptisch beäugt (die US-Regierung baut sich immer mehr neue Baustellen auf –Trump und die NATO, wie hoch dürfen Rohölpreise steigen, bis auch in den USA die Inflationsangst wieder aufkommt…).

Dazu gesellen sich kleine anekdotische Meldungen: Der starke Weizenpreisanstieg an den Börsen in den USA hat dazu geführt, dass sich auf dem Papier der Weizenexport aus der EU in die USA wieder rechnen würde. Weizen aus Russland rechnet sich nun wieder nach Mexiko. Die USA preisen sich also aus den internationalen Weizenmärkten heraus.

In Europa liegt aber noch sehr viel Weizen, der vermarktet werden müsste. Am Ende reden wir auch noch ein wenig über das Wetter: Wachstumswetter für den Weizen in den USA bleibt im Fokus –wegen Frost und Trockenheit.

Über die weitere Wetterentwicklung in Indien und Pakistan streiten sich die Wettermodelle. Das europäische Modell für Indien sieht in den kommenden Tagen heftige Gewitter (das wäre nicht gut für den indischen Weizen), das US-Modell sieht den Regen deutlich geringer.

In der EU haben wir derzeit keine großen Sorgen. In Spanien scheint wieder eine große Ernte heranzuwachsen, was den Importbedarf geringer halten würde. In der Ukraine ist es derzeit zu trocken, aber diese Wetterlage unterstützt eher, dass die Landwirtschaft gute Feldarbeiten verrichten kann.

Zum heutigen Frühstart an den Börsen: Der Rohölpreis fällt stärker, der US-Dollar bleibt fester als noch vor drei Wochen, die Aktienmärkte starten deutlich fester, die US-Agrarbörsen starten leicht schwächer (Verlierer derzeit das Pflanzenöl und der Raps in Kanada).

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