Getreide: Großes Angebot und schwache Exporte
Der Weizenhandel an der Euronext schloss am Dienstag schwächer. Der Frontmonat März gab 1 Euro auf 190,50 Euro je Tonne ab. An der CBoT waren die Verluste größer, wobei der aktivste Mai-Future um 6 Cent auf 542,50 Cent je Bushel fiel. Auch in Kansas und Minneapolis waren die Vorzeichen rot.
Bessere Ernteaussichten in Russland belasten den Weizenmarkt.
Die Agrarberatungsfirma Sovecon hob ihre Prognose für die russische Weizenernte 2026 am Dienstag um 2,1 Millionen Tonnen auf 85,9 Millionen Tonnen an. Sovecon folgt damit dem Beratungsunternehmen IKAR, das die Prognose für die russische Weizenernte 2026 am Freitag um 3 Millionen Tonnen auf 91 Millionen Tonnen nach oben korrigiert hatte. Auch die Entscheidung Indiens vom vergangenen Freitag, 2,5 Millionen Tonnen Weizen für den Export freizugeben, richtete erneut den Blick auf das große globale Angebot. Der schwächere Euro verhinderte an der Euronext größere Verluste. Nach dem langen Feiertagswochenende in den USA gaben die Kurse an den US-Börsen belastet von einem stärkeren US-Dollar ebenfalls nach.
Die Weichweizenexporte aus der Europäischen Union seit Beginn der Saison 2025/26 im vergangenen Juli hatten bis zum 15. Februar 15,11 Millionen Tonnen erreicht, verglichen mit 13,65 Millionen Tonnen im Vorjahr, wie aus Daten hervorgeht, die die Europäische Kommission am Dienstag veröffentlicht hat. Rumänien ist mit bisher 4,75 Millionen Tonnen weiterhin der größte EU-Exporteur von Weichweizen.
Am Dienstag veröffentlichte das USDA den Bericht zu den Exportinspektionen in der Woche bis zum 12. Februar, in der 375.402 Tonnen Weizen verschifft wurden, was im Rahmen der Erwartungen von 300.000 bis 500.000 Tonnen lag. Das waren 35 Prozent weniger als in der Vorwoche, aber 50 Prozent mehr als in der gleichen Woche des Vorjahres. Japan war mit 170.930 Tonnen der größte Abnehmer, gefolgt von Mexiko mit 58.732 Tonnen und der Dominikanischen Republik mit 36.892 Tonnen. Seit Juni wurden in diesem Wirtschaftsjahr insgesamt 17,704 Millionen Tonnen Weizen verschifft, das sind 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.






