Weizen: WASDE-Report bringt keine Impulse
Händler in Westeuropa suchen nach Chancen für Weizenexporte. Ägypten deckt seinen Bedarf aber weiter vor allem in Russland.
Die Weizen-Futures an der Euronext wurden am Dienstag in einem schmalen Korridor gehandelt. Der Frontmonat März schloss unverändert bei 189,50 Euro je Tonne. An der CBoT gab der März 2026 um 0,5 Cent auf 528,25 Cent je Bushel nach.
Nachdem Weizen am Montag auf ein Zwei-Wochen-Tief gefallen war, sorgte am Dienstag der schwächere Euro für eine Stabilisierung.
Der WASDE-Report brachte kurz vor Handelsschluss keine Impulse. Das USDA reagierte auf das langsame Exporttempo in der EU und kürzte die Exportprognose für die EU um 1 Million Tonnen auf 31,5 Millionen Tonnen. In der globalen Bilanz wurden nur minimale Veränderungen vorgenommen. Bei den Anfangsbeständen und der Produktion nahm das USDA geringfügige Kürzungen vor, während der Verbrauch leicht angehoben wurde. Die globalen Endbestände schrumpfen gegenüber der Januar-Prognose um 740.000 Tonnen auf 277,51 Millionen Tonnen, was im Jahresvergleich weiterhin ein deutlicher Anstieg von rund 18 Millionen Tonnen ist.
Die EU-Endbestände 2025/26 schätzt das USDA auf 15,66 Millionen Tonnen, das sind 1,45 Millionen Tonnen mehr als im Januar.
Händler beobachten weiter die internationale Nachfrage. Ägypten scheint weiter an Käufen interessiert zu sein. Frankreich gelingt es dabei zwar hin und wieder einige Geschäfte abzuschließen, die großen Mengen kommen aber weiter vom Schwarzen Meer und dabei vor allem aus Russland. Die Weichweizenexporte der Europäischen Union in der laufenden Saison erreichten bis zum 8. Februar 13,43 Millionen Tonnen, das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Daten der Europäischen Kommission am Dienstag zeigten.
Das französische Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass die Anbaufläche für Winterweizen für die diesjährige Ernte 4,59 Millionen Hektar erreichen wird, was einen leichten Anstieg gegenüber der Dezember-Prognose von 4,56 Millionen Hektar darstellt. Die revidierte Schätzung liegt um 2,8 Prozent über der Erntefläche von 2025.
Riesige Veränderungen, die erdrutschartige Bewegungen auslösen können, fanden nicht statt. Im Großen und Ganzen hielten sich die US-Fachleute in ihrer Bewertung für Weizen, Mais und Soja zurück. Einige südamerikanische Länder machten von sich reden.
Die Prognose für US-Weizen 2025/26 geht von unveränderten Vorräten, einem leicht geringeren Inlandsverbrauch, unveränderten Exporten und etwas höheren Endbeständen aus. Der Inlandsverbrauch sei aufgrund des geringeren Bedarfs an Nahrungsmitteln gesunken, wie aus dem am 2. Februar veröffentlichten Bericht des National Agricultural Statistics Service (NASS) zu Mehlmühlenprodukten hervorgehe, heißt es in aktuellen Februar-Bericht. Dieser Rückgang werde teilweise durch einen geringfügigen Anstieg des Saatgutverbrauchs kompensiert.
„Die Endbestände werden auf 931 Mio. Bushel angehoben“, heißt es in dem Bericht wortwörtlich. Das entspricht 25,3 Mio. t oder 9 Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht dem höchsten Wert seit 2019/20.
Der Welthandel wird um 2,2 Mio. auf 222,0 Mio. t höher erwartet, da umfangreichere Exporte Argentiniens und Kanadas die gesunkenen Exporte der EU mehr als ausgleichen. Hier springen die beiden amerikanischen Staaten für die EU in die Bresche. Die Verwerfungen, die an den internationalen Märkten durch die ständige Unruhe immer wieder entstehen, werden auf diese Weise abgefedert.






