Euronext: An der Matif konnten sich die meisten Notierungen etwas erholen und beim Weizen legte der Frontmonat +1,00 auf 201,50 Euro/to zu. Die Korrekturen für die nachfolgenden Termine bewegten sich in einer Bandbreite von +0,75 bis -0,25 €/to und die Schlusskurse lagen zwischen 209,50 und 217,75 Euro/to. Unterstützt wurden die Kurse von der schlechteren Bestandsbewertung aus Frankreich. Laut den Experten von FranceAgriMer befinden sich aktuell 76% der Weichweizenbestände in bester Verfassung, das ist zur Vorwoche ein Minus von 2%. Auch bei den Euronext-Maisnotierungen konnte der am meisten gehandelte August +2,25 auf 218,75 Euro/to zulegen. Zum Wochenende gaben die Weizenkurse an der CBoT weiter nach und der Juli verlor -1,75 auf 580,00 US-Cent/bushel, während in Kansas der gleiche Termin um +0,40 auf 620,60 US-Cent/bushel zulegen konnte. In Minneapolis gab es leicht schwächere Schlusskurse. Die Nachfrage für US-Weizen aus der neuen Ernte bleibt weiterhin verhalten. Bislang konnten rund 3,9 Mio. to US-Weizen für den Export verkauft werden, das sind 26% weniger zum Vorjahr, so der Bericht des USDA. Laut dem Branchenverband Canadian Grain Commission konnten bislang 19 Mio. to Weizen aus Kanada exportiert werden, ein Plus von 0,6 Mio. to zum Vorjahr. Die Ölsaatenmärkte starten heute Morgen klar mit einem bullischen Grundton, nachdem die Rohölpreise infolge der erneuten Eskalation zwischen Israel und Iran um rund +4-5 % gestiegen sind. Brent notiert wieder nahe 97-98 US$/Barrel, wodurch insbesondere Sojaöl, Rapsöl und Canola zusätzliche Unterstützung aus dem Energie- und Biodieselkomplex erhalten. Für den Rapsmarkt an der MATIF bedeutet dies vor allem eine höhere Risikoprämie, da steigende Mineralölpreise die Wettbewerbsfähigkeit von Biodiesel verbessern und die Nachfrage nach Pflanzenölen stützen. Gleichzeitig bleiben die Fundamentaldaten im Ölsaatensektor gemischt: Die kanadische Canola-Aussaat und die erwartete neue Ernte begrenzen bislang größere Kurssprünge. Noch letzten Freitag gingen die Euronext-Rapsnotierungen der Ernte 2026 in aufgrund der schwachen Vorgaben des Roh- und Pflanzenölsektores in den roten Bereich. Der führende August-Future 2026 verlor in Paris -3,25 Euro/t und beendete die Euronext-Sitzung bei 519,75 Euro/t. In Winnipeg gerieten die kanadischen Canola-Futures über die negativen Marktdaten der Ölmärkte und des US-Sojakomplexes kräftig unter Druck und wurden von einer deutlichen Verkaufswelle erfasst, welche zu hohen zweistelligen Notizverlusten führte. Der Frontmonat Juli 2026 schloss mit 757,00 Can-Dollar/t (-27,00) knapp über seinem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt. Die Futures der neuen Ernte (ab November) fielen allerdings unter dieses technische Niveau. US-Sojakomplex: Zum Wochenschluss leuchtete der gesamte US-Sojakomplex rot auf. Bei fehlenden Kaufimpulsen hatten die Sojabohnen- und Sojaschrotnotierungen kleinere bis mittlere Notizabschläge zu verkraften. Beim Sojaöl kam es nach der jüngsten "Kursrallye" nun zu größeren Long-Liquidationen und damit auch zu einer sehr deutlichen Abwärtskorrektur. ZMP






