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EEG-Umlage steigt auf 6,354 Cent

Im kommenden Jahr beträgt die Umlage zur Deckung der Kosten der nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stromeinspeisung 6,354 Cent/kWh; das sind rund 0,18 Cent mehr als derzeit anfallen. Wie die Bundesnetzagentur heute berichtete, lag die Umlage im Jahr 2012 noch bei 3,59 Cent/kWh und war bis zum Jahr 2014 auf 6,24 Cent/kWh gestiegen.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, wies darauf hin, dass die Kostendynamik der vergangenen Jahre durch die EEG-Reform 2014 durchbrochen worden sei. Gleichzeitig habe der Letztverbraucher von überschüssigen Umlagebeträgen profitieren können, ähnlich wie bei einer Nebenkostenabrechnung am Ende des Jahres. Der Zubau von EEG-Anlagen werde sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen, zeigte sich Homann überzeugt. Die Auswirkungen des Zubaus auf die EEG-Umlage seien aber durch die EEG-Reform gedämpft worden. Eine wie in der Vergangenheit steil ansteigende Umlage sei daher in Zukunft nicht mehr zu erwarten.

Nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, und dem wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher Joachim Pfeiffer hätte der Anstieg der EEG-Umlage vermeiden werden können. Fuchs sprach von einer „Fehlsteuerung der grün-geführten Ländern und Landesministerien“, die im Bundesrat eine effektive Mengensteuerung verhindert hätten. Bei der Windenergie an Land schieße man beispielsweise weit über die vereinbarten Ziele hinaus. Pfeiffer erwartet, dass die Länder jetzt helfen, die Fehler wieder auszubügeln, und plädiert für eine schnellstmögliche grundlegende EEG-Reform mit echter Marktintegration der Erneuerbaren.

Nach den Worten der energiepolitischen Sprecherin der Bündnisgrünen im Bundestag, Julia Verlinden, steigt die Umlage vor allem wegen einer verfehlten Kraftwerkspolitik mit „schmutzigem Kohlestrom“. Die energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Eva Bulling-Schröter, verwies auf das EEG-Konto, das mit 2,5 Mrd Euro „prall gefüllt“ sei. Dies wäre Gelegenheit genug, die EEG-Umlage zu senken und das Guthaben abzuschmelzen. AgE


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